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Astoria
- Model 2010-
 



 
Astoria gestern (1921-1932)
 
Astoria heute
 

Das Unternehmen Astoria wurde 1921 vom ehemaligen Montblanc-Betriebsleiter Georg Ilgner zusammen mit Herman Dietzel, Sigmund Popper und Wilhelm Frings in Hamburg gegründet. Die Füllfederhalter sind denen von Montblanc recht ähnlich. Auch das Markenzeichen erinnert durch die Farben schwarz und weiß an Montblanc. Viele der produzierten Schreibgeräte wurden ins Ausland exportiert.

Zum Sortiment gehörten u.a. Sicherheitshalter und Hebelfüller, die oft auch mit einem Overlay aus Gold oder Silber verziert wurden. Später folgten zudem Druckknopf-Füllhalter.

In den 30er Jahren geriet Astoria in finanzielle Probleme und wurde letztendlich 1932 wieder von Montblanc aufgekauft und bis 1936 vertrieben.


 

Das Unternehmen wurde 2009 neu gegründet. Montblanc hatte zuvor (2009?) den Markenschutz auslaufen lassen. Gründer ist Horst Max Schrage, ein (Achtung!) ehemaliger Mitarbeiter von Montblanc.
Insofern schließt sich der Kreis ... erneut gründet ein ehem. Mitarbeiter dieses Unternehemens eine eigene Firma um Schreibgeräte zu produzieren.
Das Besondere an den Astoria Füllfederhaltern ist, dass Sie in Handarbeit hergestellt werden. Selbst die Tintenleiter wurden komplett neu konstruiert und werden selbst gefertigt.





Astoria
- Model 2010 -

Hier wird einer der Füllhalter ("Modell 2010") getestet.

Nachdem man den Füllhalter bestellt hat, wird er speziell auf Kundenwunsch gefertigt und wenige Tage später erhält man dann das Paket. Darin befindet sich eine recht unscheinbare weiße Box. Darin befindet sich aber die eigentliche Schreibgerätebox aus italienischem Walnussholz (siehe unten), darin befindet sich der Füllfederhalter.

Zunächst die "technischen" Daten:
Der Füllhalter ist ca. 14 cm lang (geschlossen). Ohne Kappe beträgt die Länge 13,2 cm, wird die Kappe aufgesteckt, ist der Füllhalter 16,5 cm lang.

Von der Größe entspricht dieser Astoria somit einem Faber-Castell Pen-of-the-Year oder einem Montblanc 149.

Das Griffstück hat einen Durchmesser von ca 1,2 cm, hier ist der Füllhalter also etwas "dünner" als ein 149er. Dies trägt aber (zumindest aus meiner Sicht) zum Schreibkomfort bei. Eine Besonderheit des Griffstücks ist die Materialoberfläche: diese ist leicht "angeraut", so hat man den Füllhalter immer gut im Griff (ich frage mich, wieso nicht schon ein anderer Hersteller früher auf diese geniale Idee gekommen ist !).

Der Füllhalter selbst besteht aus Hartgummi; einem Material, das in den 20er und 30er Jahren häufig für Schreibgeräte genutzt wurde. Heute werden viele Schreibgeräte dagegen aus "Edelharz" (sprich: Plexiglas) produziert, dieses Material ermöglicht es, Schreibgeräte "massenweise" im Spritzgussverfahren herzustellen. Mit Hartgummi ist dies nicht möglich, die Schreibgeräte werden alle in Handarbeit an einer Drehbank gefertigt.

Die Beschläge und der Clip sind aus Silber. Nachteil ist, dass Silber mit der Zeit anläuft, aber es hat eben auch einen einzigartigen warmen Farbton. Die Form des Clips wird vielen Sammlern sicher bekannt vorkommen: es handelt sich um einen Krawattenclip, der in den 30er und 40er Jahren äußerst beliebt war (und sicher auch heute noch ist!).

Auch der Füllmechanismus ist etwas Besonderes: Es handelt sich um einen Stoßfüllhalter. Im Inneren des Korpus befindet sich ein Gummischlauch. Dreht man am Ende des Füllhalters die Blindkappe ab, kann man durch drücken des Knopfes diesen Gummischlauch zusammendrücken. Als nächstes genügt es, die Feder in ein Tintenglas zu halten und den Knopf loszulassen. Es entsteht ein Unterdruck und der Schlauch füllt sich (innerhalb von ca. 8 Sekunden) mit Tinte. Dies ist ein sehr einfaches, aber sehr effektives System. Auch andere Hersteller nutzen inzwischen wieder diese klassische Variante für Sondereditionen.

Zwischenfazit: Material, Verarbeitung und Größe dürften die meisten überzeugen. Was macht diesen Füllhalter aber auch so einzigartig?!

Es ist sicher die spezielle Feder und der Tintenleiter. Die Federn werden auf die Anforderungen der Kunden speziell gefertigt und von Hand geschliffen. Auch der Tintenleiter wurde speziell für diesen Füllhalter konstruiert. In Kombination bieten beide einen satten Tintenfluss, der viele begeistern dürfte!

Fazit:
Beim Astoria 2010 handelt es sich schon jetzt um einen echten "Klassiker". Form, Gewicht, verarbeitung und Tintenfluss können überzeugen.